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PayPal vs. Stripe: Welches Payment Gateway ist das beste für meinen Webshop?

Sie planen einen Onlineshop oder sind bereits mitten in der Umsetzung? Dann haben Sie sich bestimmt auch schon mit der Frage nach dem richtigen Payment-Partner auseinandergesetzt. Laut aktuellen Zahlen zählen PayPal und Stripe, neben Amazon Pay und Co., zu den führenden Zahlungsschnittstellen weltweit. Aufgrund dessen haben wir die beiden großen Payment Gateways mal näher unter die Lupe genommen. Inwiefern unterscheiden Sie sich voneinander und welche Vorteile hat die Nutzung von PayPal oder Stripe?

Worauf bei Payment Gateways zu achten ist: Das machen PayPal, Stripe und Co.

Ein Payment Gateway ermöglicht eine einfachere Transaktion von Zahlungen, indem Transaktionsinformationen zwischen dem Zahlungsportal (z. B. Ihr Webshop) und der Bank des Händlers übertragen werden. Dabei übernimmt es die Verarbeitung und Autorisierung von Kartenzahlungen oder alternativen Bezahlmethoden. Payment Gateways fungieren demnach als Vermittler zwischen Händlern und den entsprechenden Kreditkartennetzwerken bzw. Finanzinstituten, um Zahlungen zu autorisieren und zu akzeptieren.

Was bedeutet das für Ihren Onlineshop?

Sobald ein Kunde seine Zahlungsdaten auf Ihrer Website eingegeben hat, sorgt das Payment Gateway dafür, dass diese Daten sicher an den Zahlungsverarbeiter gesendet werden.

PayPal vs. Stripe: Die führenden Payment Gateways im Vergleich

Obwohl die beiden Zahlungs-Gateways grundsätzlich dasselbe können und leisten, zeigen sich Unterschiede bei der Integration in den Webshop, den anfallenden Gebühren und weiteren wichtigen Faktoren wie Sicherheit und Verfügbarkeiten.

Umsetzung, Support & Usability

PayPal ist wohl am besten dafür bekannt, dass es sehr einfach zu bedienen ist. Stripe hingegen erfordert hierbei schon etwas mehr technisches Knowhow und manche Features lassen sich nur mithilfe von Entwickler*innen integrieren. Dennoch oder gar deswegen wird der Support von Stripe in den höchsten Tönen gelobt. Bei diesem Punkt liegt es also an Ihnen zu entscheiden, ob Sie sich gerne auf technischer Ebene austoben und den Vorteil von individuellen Möglichkeiten von Stripe nutzen wollen oder lieber die vorprogrammierten aber dafür einfach zu integrierenden Lösungen von PayPal wählen. Für Ihre Kunden bleibt die Usability im Übrigen gleich: Beide Payment Gateways zeichnen sich durch einen sehr nutzerfreundlichen Zahlvorgang aus.

Kosten von Payment Gateways – How much is the fish?

Im Gegensatz zum gebührenfreien Einkauf werden beim Verkauf von Waren oder Dienstleistungen per Payment Gateway Transaktionskosten verrechnet. Wie hoch diese Kosten ausfallen, hängt zum einen davon ab, aus welchen Ländern das Geld kommt und zum anderen, wie hoch die Summe Ihrer monatlichen eingehenden Transaktionen ist. Beide Zahlungs-Gateways sind bei der Auflistung Ihrer Transaktionsgebühren sehr transparent und nachvollziehbar.

Das sind die aktuellen Gebühren für geschäftliche Transaktionen mit PayPal und Stripe (Stand Oktober 2020):

Inlandstransaktionen mit PayPal:

  • Die Standardgebühr für den Empfang von Inlandstransaktionen beträgt bei PayPal 3,4 % + einer Festgebühr von 0,35 €.
  • Wenn Sie eine individuelle Händlerkondition beantragen, dann fallen die Gebühren für den Empfang von Inlandstransaktionen je nach Ihrem monatlichen Umsatzvolumen geringer aus. Bei Beträgen zwischen 2.500 und 10.000 EUR zahlen Sie 2,7 %, bei Beiträgen ab 100.000 € nur noch 1,9 %. Die hinzukommenden Festgebühren von 0,35 € bleiben jedoch in allen Fällen gleich.

Internationale Transaktionen mit PayPal:

  • Die internationalen Transaktionsgebühren hängen ebenso von Ihrer vereinbarten Händlerkondition ab. Zu den Inlandstransaktionskosten kommt eine zusätzliche prozentuale Gebühr für internationale geschäftliche Transaktionen hinzu. Diese zusätzliche prozentuale Gebühr unterscheidet sich in den fünf von PayPal definierten Regionen und beträgt zwischen 0,40 und 2,00 Prozentpunkten.
  • Im Falle einer erforderlichen Währungsumrechnung werden mindestens 3,00 % Zusatzgebühren verrechnet.

Im Gegensatz zu den Inlandstransaktionsgebühren von PayPal bietet Ihnen Stripe einen einheitlichen Preis für Transaktionen in ganz Europa.

Europaweite Transaktionen mit Stripe:

  • Besitzt man eine europäische Kredit- oder Debitkarte betragen die Kosten für eine innereuropäische Transaktion 1,4 % + der Festgebühr von 0,25 €.

Internationale Transaktionen mit Stripe:

  • Außerhalb von Europa auf internationaler Ebene werden 2,9 % + 0,25 € Festgebühr verrechnet. Es wird darauf hingewiesen, dass bei einer Währungsumrechnung zusätzliche Gebühren entstehen können.

Bitte beachten Sie, dass sich die aufgelisteten Preise ändern können. Weitere Informationen und Details zu den Gebühren finden Sie auf den jeweiligen Webseiten der beiden Payment Gateways.

Wie sicher sind Payment Gateways?

Die Frage nach der Sicherheit bei der Verwendung von PayPal oder Stripe ist einfach zu beantworten: Beide Payment Gateways haben eine PCI Zertifizierung. Das bedeutet, dass sie den Payment Card Industry Data Security Standards entsprechen müssen und dementsprechend ein hoher Daten- und Verkäuferschutz gewährleistet ist.

Weltweite Verfügbarkeit von PayPal und Stripe

PayPal ist derzeit in über 200 Ländern bzw. Regionen verfügbar und unterstützt dabei 25 Währungen. Auch wenn manche Länder nicht auf alle Funktionen zugreifen können, ist diese globale Verfügbarkeit in vielen Branchen ausschlaggebend.

Die Zahl der Länder in denen Stripe verfügbar ist, fällt dahingehend eher bescheiden aus: Derzeit ist dieses Zahlungs-Gateway in nur 42 Ländern erhältlich. Jedoch muss gesagt werden, dass sich Stripe aktuell noch im Wachstum befindet. Außerdem: In puncto Währungsunterstützung hat Stripe mit über 135 Währungen ganz klar die Nase vorn.

Die Vorteile beider Payment Gateways nutzen? Warum Sie sich für nur einen Anbieter entscheiden sollten.

Wie Sie dem Vergleichstest entnehmen konnten, haben beide Payment Gateways sowohl Vor- als auch Nachteile. Das wirft die Frage auf, warum man nicht einfach PayPal UND Stripe verwenden und von den Vorteilen beider Anbieter profitieren sollte! Leider ist das nicht ganz so leicht: Wenn Sie sich und Ihren Webshop noch nicht zu den sehr großen Playern zählen oder technisch wirklich affin sind und über reichlich Zeit verfügen, bereiten Ihnen zwei Payment Gateways lediglich zusätzliche Kopfschmerzen. Mit zwei Payment Gateways gibt es doppelt so viele Möglichkeiten und damit doppelt so viele Dinge, die potenziell zum Problem werden können. Außerdem verlieren Sie wahrscheinlich volumenbasierte Rabatte von dem jeweiligen Gateway. Die Entscheidung, ob ein oder zwei Payment Gateways, hängt demnach stark von Ihrer Branche, Ihren Produkten oder Dienstleistungen und der Art Ihrer Kunden ab.

Die Qual der Wahl der Payment Gateways: Wir supporten Sie gerne!

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